Sprungmarken

Servicenavigation

Hauptnavigation

Sie sind hier:

Hauptinhalt

Lesekompetenzen im Kontext sozialer und migrationsbedingter Heterogenität: Differenzielle Bedeutung von Aufgaben-, Schüler- und Unterrichtsmerkmalen

lesedifhp

Projektlaufzeit: 01.09.2016 - 31.08.2019

LeseDif

Das Projekt untersucht für die Schlüsselkompetenz Lesen, inwieweit spezifische Lesestärken und -schwächen von Grundschulkindern sozial schwächerer Lage und von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund von (a) deren motivationalen Merkmalen sowie (b) quantitativen und qualitativen Merkmalen ihres Unterrichts beeinflusst werden.

Projektbeschreibung

Im Rahmen des Forschungsprojekts LeseDif werden Lesekompetenzen von Grundschulkindern im Kontext gesellschaftlicher Heterogenität untersucht. Der Fokus des Projekts liegt darauf, unterschiedliche Bedeutungen von Aufgaben-, Schüler- und Unterrichtsmerkmalen für die Leseleistung von Grundschulkindern zu analysieren. Betrachtet werden sowohl Kinder sozial schwächerer Lage als auch Kinder mit einem sprachlichen Migrationshintergrund. Im Mittelpunkt stehen Analysen zu den bereits belegten Differential Item Functioning-Effekten für Aufgaben mit offenem Antwortformat. Der Forschungsschwerpunkt 1 fokussiert hierfür auf die motivationalen Schülermerkmale (a) intrinsische Lesemotivation und (b) lesebezogenes Selbstkonzept. Der Forschungsschwerpunkt 2 betrachtet Unterrichtsmerkmale als Bedingungen, wobei sowohl quantitative Aspekte (z.B. Zeit für lesespezifischen Unterricht) als auch qualitative Aspekte (z.B. Einüben von Lesestrategien im Unterricht) in ihrer Bedeutung untersucht werden. Von besonderer Relevanz ist der Forschungsschwerpunkt 3, der die Erkenntnisse der ersten beiden Forschungsschwerpunkte in einer simultanen Betrachtung zusammenführt. Methodisch werden zur Untersuchung der Fragestellungen Daten der deutschen Internationalen Grundschul-Leseuntersuchung (IGLU)/Programme for International Student Assessment (PIRLS)-Stichprobe aus 2006 mit Cross-classified Multilevel-Modellen analysiert, welche die Modellierung von Effekten auf den drei interessierenden Ebenen (Aufgaben/Lernende/Unterricht) ermöglichen. Als Ergebnis werden wichtige Erkenntnisse für die Konkretisierung der Theorien über schüler- und unterrichtsseitige Bedingungsfaktoren von aufgabenspezifischen Stärken und Schwächen zentraler Schülersubgruppen im Bereich der Lesekompetenz erwartet. Diese Befunde haben sowohl für die systematische Weiterentwicklung und Interpretation von Testaufgaben, die im Rahmen von Large-Scale-Assessments und anderen Studien eingesetzt werden, als auch für die Identifikation von möglichen Ansatzpunkten für gezielte schulische Förderung im lesebezogenen Unterricht und daran anschließende Forschungsschwerpunkte grundlegende Bedeutung.

Links zu weiteren Informationen

Vorläuferprojekt: Prüfung der Testfairness ausgewählter Large-Scale-Assessments für zentrale Schülersubpopulationen

Wissenschaftliche Leitung

Foto von Prof. Dr. Nele McElvany Prof. Dr. Nele McElvany,

Campus Nord, CDI, Raum CDI / 224
Telefon: (+49)231 755-5512


Projektleitung

Foto von Dr. Franziska Schwabe Dr. Franziska Schwabe,

Telefon: (+49)231 755-7818


Projektmitarbeiterinnen und Projektmitarbeiter

Foto von Nicole Kaufmann, M.A. Nicole Kaufmann, M.A.,

Campus Nord, CDI, Raum CDI / 018
Telefon: (+49)231 755-5585



Nebeninhalt

Förderer

dfg_logo_vertical