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SpraGe - Sprache und Geschlecht

spragehp

Projektlaufzeit: 01.11.2013 - 31.12.2016

SpraGe

Das Projekt Sprache und Geschlecht untersucht mögliche Unterschiede in der Qualität des Wortschatzes von Mädchen und Jungen. Anhand empirischer Analysen werden angenommene Vorteile von Mädchen bei weiblich, und Vorteile von Jungen bei männlich konnotierten Wörtern betrachtet.

Projektbeschreibung

In dem Projekt wird empirisch überprüft, ob Jungen und Mädchen in der Grundschulzeit und auch zu Beginn der Sekundarstufe I (10- bis 14-jährige) über einen systematisch unterschiedlichen Wortschatz bei männlich, weiblich oder neutral konnotierten Wörtern verfügen. Schulerfolg beruht auf umfassenden sprachlichen Kompetenzen, deren Grundlage der Wortschatz ist. Befunde aus der Entwicklungspsychologie weisen darauf hin, dass Mädchen und Jungen unterschiedliche Interessen ausbilden und verschiedene Aktivitäten präferieren. Entsprechend dürften sie auch mit unterschiedlichen Wörtern in ihrer Lebenswelt in Kontakt kommen. Es könnten demnach systematische Unterschieden in der Qualität ihres Wortschatzes auftreten.

Das Projekt stützt sich auf unterschiedliche Datenquellen und Altersgruppen. Es werden somit auch unterschiedliche Stichproben (z.B. 1039 Viertklässlerinnen und Viertklässler; 50 % weiblich; Durchschnittsalter = 9.08 Jahre mit SD = 0.50) und verschiedene Instrumente (z.B. verbale Skala des KFT) betrachtet. Die jeweiligen Wörter werden anhand von theoriebasierten Expertenratings als männlich konnotiert (z.B. „Profit“), als weiblich konnotiert (z.B. „innig“) und als neutral (z.B. „Hitze“) kategorisiert. Die Übereinstimmung der Ratings wird empirisch geprüft. Relative Stärken einer Geschlechtergruppe bei geschlechtskonform konnotierten Items im Vergleich zu der anderen Geschlechtergruppe werden mit der Methode der Differential Item Functioning-Analysen (DIF) geprüft. Somit werden über quantitative Unterschiede hinaus qualitative Unterschiede zwischen Schülerinnen und Schülern in Abhängigkeit von der Konnotation der Wörter analysiert. Außerdem wird in einem anschließenden Schritt geprüft, ob sich das erwartete geschlechtsspezifische Muster auch in verschiedenen Kulturen zeigt, d.h. es werden systematisch Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund in den Analysen berücksichtigt. Insgesamt sensibilisiert das Projekt für geschlechtssensible sprachliche Förderung. Weiterführende Analysen können hier vertiefende Informationen über Mechanismen und Fördermöglichkeiten bereitstellen.

Wissenschaftliche Leitung

Foto von Prof. Dr. Nele McElvany Prof. Dr. Nele McElvany,

Campus Nord, CDI, Raum CDI / 224
Telefon: (+49)231 755-5512


Projektleitung

Foto von Prof. Dr. Nele McElvany Prof. Dr. Nele McElvany,

Campus Nord, CDI, Raum CDI / 224
Telefon: (+49)231 755-5512


Externe Projektpartnerinnen und -partner

Freie Universität Berlin

  • Prof. Dr. Ursula Kessels


Nebeninhalt

Förderer

  • Eigenmittel Professur McElvany

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